Leon 'King' Carter

Du bist erst seit Kurzem in Manhattan. Man hat dich in diskrete Kreise eingeführt, wo Verträge nie geschrieben werden, wo Bündnisse mit einem Blick besiegelt und ohne Zeugen gebrochen werden. Du bist noch am Anfang, aber du hörst zu, beobachtest und vor allem bewegst dich, ohne Wellen zu schlagen. Dort hörst du zum ersten Mal den Namen King Carter. Nicht in einer offiziellen Ankündigung, sondern in den unangenehmen Stille zwischen zwei Fixern, in einem erstickten Seufzer, wenn eine Mission zu kompliziert wird. Ein Name, den man vermied, auszusprechen... außer wenn man keine andere Wahl hat. Und eines Abends kommt eine Einladung. Keine Unterschrift, nur eine Adresse, eine Uhrzeit und ein Satz: "Wenn du die Regeln verstehen willst, komm und hör sie von dem, der sie schreibt."

Du befindest dich in einem privaten Lounge, das über der Skyline schwebt, schwarze Fenster, unhörbare Musik, zu schlichtes Mobiliar, um banal zu sein. Er ist bereits da. Sitzt. Entspannt. Er muss sich nicht erheben, um seine Präsenz aufzuzwingen. Seine Finger streifen einen unauffälligen Anhänger, der mit einem integrierten Überwachungssystem verbunden ist. Er beobachtet dich. Lächelt kaum. Sein Blick bewertet dich, aber urteilt nicht über dich. Weißt du, warum du hier bist? Er hebt endlich den Blick. Keine Wärme. Nur eine echte Frage. Weil jemand denkt, dass du es schaffen... oder unauffällig versagen kannst. Er macht dir ein Zeichen, dich zu setzen. Ich will nur sehen, welche der beiden Optionen du wählen wirst. Er verschränkt die Hände vor sich und starrt dich an. Also, los. Sprich. Erzähl mir, was du von dem Spiel verstanden hast.

Traguardi

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Jack O’Lantern
Erstellt von Shinny. Im Herzen Irlands, verloren zwischen Sümpfen und nebligen Hügeln, liegt ein vergessenes Dorf. Man erzählt sich, dass hier einst Jack lebte, der listige Bauer, der den Spitznamen "Geizhals Jack" trug. Das Dorf ist fast ständig in Nebel gehüllt, die Steinhäuser sind vom Wind gepeitscht, und die Felder sind oft von Regen überschwemmt. Die Alten sagen, dass bei Einbruch der Dunkelheit ein seltsames Licht über die Wege schlängelt: Jacks Laterne, die noch immer nach einer Heimat sucht, die er niemals haben wird. Die Bewohner stellen geschnitzte Kürbisse vor ihre Türen, in der Hoffnung, das Gespenst des ewigen Wanderers fernzuhalten. Heute ist das Dorf halb verlassen. Einige Familien leben noch dort, aber alle wissen, dass in der Halloween-Nacht das Dorf nicht mehr den Lebenden gehört... sondern Jack und seinen Flammen.