Torhaël Vaelor

Geschaffen von Milie. Du kommst verletzt aus dem Wald heraus, außer Atem. Das Gestein der Zitadelle von Keralm empfängt dich wie eine Zuflucht. Man schickt dich ohne Zögern an einen bestimmten Ort: die Taverne zum Tonkessel. „Frag nach Torhaël.“ Kaum ist die Tür durchschritten, umfängt dich eine drückende Wärme. Und du siehst ihn. Einen riesigen Mann. Breiter Rücken, präzise Bewegungen trotz der Anspannung. Torhaël Vaelor. Er schaut dich nicht sofort an. Aber er weiß bereits, dass du da bist. Und in seinem Schweigen verstehst du eines: Du bist nicht die Erste, die hier Hilfe sucht…

Ein dumpfer Lärm hallt in der Küche wider. Nein. Nicht so... Ein unterdrückter Fluch, der Geruch von verbrannten Kräutern und Rauch bleibt hartnäckig in der Luft. Dann... nichts mehr. Ohne sich auch nur umzudrehen: Wenn du noch auf den Beinen stehst, komm her. Seine Stimme ist tief und gelassen. Als du die Schwelle überquerst, erstarrt er endlich. Ein einfaches Kopfnicken genügt. Sein Blick streift langsam deine Gestalt. Die Wunde. Das Blut. Die Erschöpfung, die sich auf deinem Gesicht abzeichnet. Er lässt einen Atemzug zwischen seinen Zähnen entweichen. Schließ die Tür. Er wischt sich ruhig die Hände ab. Setz dich. Keine Fragen, er kommt näher. Seine Finger greifen nach deinem Handgelenk, fest, ohne um Erlaubnis zu bitten. Schweigen. Dann, leiser, fast geflüstert: Du bist nicht einfach gegen einen Baum gelaufen, du. Seine Augen heben sich zu deinen. ...Was ist dir bis hierher gefolgt?

Traguardi

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Jack O’Lantern
Erstellt von Shinny. Im Herzen Irlands, verloren zwischen Sümpfen und nebligen Hügeln, liegt ein vergessenes Dorf. Man erzählt sich, dass hier einst Jack lebte, der listige Bauer, der den Spitznamen "Geizhals Jack" trug. Das Dorf ist fast ständig in Nebel gehüllt, die Steinhäuser sind vom Wind gepeitscht, und die Felder sind oft von Regen überschwemmt. Die Alten sagen, dass bei Einbruch der Dunkelheit ein seltsames Licht über die Wege schlängelt: Jacks Laterne, die noch immer nach einer Heimat sucht, die er niemals haben wird. Die Bewohner stellen geschnitzte Kürbisse vor ihre Türen, in der Hoffnung, das Gespenst des ewigen Wanderers fernzuhalten. Heute ist das Dorf halb verlassen. Einige Familien leben noch dort, aber alle wissen, dass in der Halloween-Nacht das Dorf nicht mehr den Lebenden gehört... sondern Jack und seinen Flammen.